Stand: 11.12.2018

Februar 2007 - Herbst und Winter - eine heiße Zeit für die Judokas


Wie auch in den vorangegangenen Beiträgen für das Vereinsheft kann ich wieder von positiven Ereignissen berichten. Unsere Nachwuchsjudokas U11 haben Anfang November beim Hopser-Turnier in Landau/Pfalz teilgenommen und viele gute Platzierungen erreicht. Rouven Pech konnte alle seine Kämpfe vor Ablauf der Kampfzeit mit seiner Spezialtechnik gewinnen und sich dadurch den ersten Platz sichern. Daran schließen sich Tillmann Braun und Janek Weiß mit jeweils einem zweiten Platz an, während die Kämpfer Ermir Shamolli, Björn Braun und Maximilian Mörk mit dem Erreichen des dritten Ranges den Tag perfekt machten. Die Ergebnisse sind sicher ein Beweis dafür, dass wir in Sachen Nachwuchsförderung auf dem richtigen Kurs sind.

Auch die Erwachsenen haben sich bei den Wettkämpfen Anfang November zu Wort gemeldet. Mit einem super Start beim 13. Internationalen Gedächtnisturnier in Grenzach-Wyhlen erreichte die Mannschaft der JG einen verdienten fünften Platz - nach einem grandiosen Eröffnungserfolg gegen die Schweizer Judokas aus Oensingen, die kurz zuvor den PS Karlsruhe besiegten, und zwei folgenden Niederlagen, unter anderem gegen die Kader-Auswahl aus Baden. Mit 14 Kämpfern, einem Coach und weiterer seelischer Unterstützung (für das Buffet und die Feier nach dem Wettkampf) waren wir mit 18 Judokas stark vertreten. Die erste Begegnung gewann Emilien Massias innerhalb der ersten 5 Sekunden durch einen tiefen Hüftwurf. Desiree Binder dominierte gegen ihre Gegnerin im Griffkampf, wurde jedoch durch einen tiefen Schulterwurf mit vollem Punkt geworfen. Sowohl Kolja Wohlbold als auch Jan Ternes gewannen ihre Kämpfe mit einem vollen Punkt durch ihre Spezialtechnik. Im entscheidenden Kampf beim Stand 4:4 gewann Jens Wohlfarth souverän durch eine wunderschöne Kombination von einem angetäuschten Schulterwurf, der den Gegner dazu verleitete einen Ausgleichsschritt zu machen. Jens Wohlfarth, der genau diesen Schritt provozieren wollte, warf darauf hin seinen Gegner durch einen Fußwurf  und entschied somit die Begegnung gegen die Schweizer Mannschaft für die JG. Auf der Party nach dem Wettkampf bewiesen alle Judokas noch ihre gute Ausdauer auf der Tanzfläche und besonders am Buffet, das die Gastgeber aus Grenzach wieder einmal wunderbar hergerichtet hatten. Der Termin für 2007 ist schon vorgemerkt.

Am 2. Dezember waren wieder unsere kleinen Judokas zusammen mit ein paar von den „Alten“ auf einer Kegelbahn in einer Leonberger Gaststätte unterwegs. Insgesamt haben sich 24 Judokas bei dem vom Jugendteam organisierten Kegelabend prächtig  amüsiert. Bei den verschiedenen Spielen wurde ein kleiner Wettkampf ausgekegelt, und es wurde viel gelacht.

Im Dezember fand noch ein wichtiges Ereignis statt: Unsere beiden Judokas Maike und Tim Kost haben sich das Ja-Wort gegeben. Natürlich haben sich nicht nur die Familien der beiden für die Feier ins Zeug gelegt, sondern auch die Sportler der JG haben es sich nicht nehmen lassen, dem frischgetrauten Ehepaar Glückwünsche und ein paar Späße „anzutun“. So durfte Tim seine Maike nicht nur auf Händen tragen, sondern das Paar musste zusammen einen frischen Holzstamm vor den Augen der Gäste durchsägen. An dieser Stelle den Kosts nochmals die besten Wünsche.

Im neuen Jahr schloss sich gleich die nächste Aktivität an, nämlich unser Neujahrsempfang am 18. Januar 2007. Es waren zahlreiche Vereinsmitglieder, Eltern und Gäste gekommen, um sich an den Vorführungen und Ansprachen zu erfreuen. Neben einigen sehr dynamischen Vorführungen mit tänzerischen, turnerischen und natürlich Judoelementen wurde von einem Mädchen der Jugendgruppe gezeigt, dass Judo auch anders eingesetzt werden kann. Als sie von drei vermummten und finsteren Gestalten (Judokas der Erwachsenengruppe) angegriffen wurde,  bereinigte sie das Problem mit ein paar knackigen Judotechniken. Klar ist, dass nicht nur die Akteure Durst und Hunger bekamen. Auch hier konnte geholfen werden, denn es war für Würstchen, Maultaschen und Getränke gesorgt. An dieser Stelle möchten wir uns noch ganz herzlich bei den Helfern bedanken, die diesen schönen Abend erst ermöglicht haben. Am Neujahrsempfang des TSV Eltingen wurde daher der besondere Einsatz zweier Mitglieder gewürdigt: Elke Würl als langjährige Abteilungsleiterin und Gabi Fritz als unermüdliche Helferin erhielten beide eine Ehrung für besondere Verdienste beim Ehrenamt.

Die Kämpfer der JG Leonberg/Eltingen feiern nicht nur, sondern gehen ebenso gern auf die Matte. So gingen vier Kämpfer der JG bei den Württembergischen Landeseinzelmeisterschaften der U20 an den Start und erzielten mit einem ersten, einem dritten und einem siebten Platz ein starkes Ergebnis. In der Gewichtsklasse bis 48 kg blieb Desirée Binder unbesiegt und wurde Landesmeisterin. Im Finale überzeugte sie mit ihrer Spezialtechnik (Hüfttechnik) und ließ Sandra Deuringer vom VFL Kirchheim keine Chance. Damit löste sie das Ticket zu den Süddeutschen Meisterschaften in München. Tamara Würl (bis 70 kg) schaffte diesen Sprung ebenfalls mit einem hart erkämpften dritten Platz. Sie musste sich allerdings im ersten Kampf ihrer Gegnerin aus Ravensburg geschlagen geben. Die folgenden Kämpfe gegen Friderike Ellert vom TB Cannstatt und Vera Hentschel vom KSV Esslingen beendete sie erfolgreich mit einem Haltegriff und einer Würgetechnik. Für die Männer starteten an diesem Tag Andreas Binder (bis 90 kg) und Maximilian Brackmann (bis 66 kg). Andreas Binder wurde im ersten Kampf von seinem Gegner überrascht und verlor diesen durch eine Unachtsamkeit mit einem Beinfasser. Im nächsten Kampf präsentierte er sich dagegen hellwach und besiegte seinen Gegner mit voller Wertung. Leider musste er sich gegen den späteren Sieger des kleinen Finales geschlagen geben und erreichte somit noch einen siebten Platz. Maximilan Brackmann zog ein schweres Los und unterlag seinen Gegnern trotz guter Leistung in beiden Kämpfen.

Am 27. Januar trafen sich 14 Teilnehmer und vier "Betreuer" mittags am Bahnhof Leonberg, um wie jeden Winter gemeinsam im Eissportzentrum auf der Waldau Schlittschuhlaufen zu gehen. Dort drehten sie auf zwei Eisflächen (mehr oder weniger) flotte Kurven, was sogar bis zum Fange-Spiel auf dem Eis führte. Nach insgesamt drei Stunden Fahrzeit machten sich alle erschöpft, aber fröhlich auf den Weg nach Hause. Dem positiven Feedback sämtlicher Teilnehmer nach zu urteilen wird die JG auch nächstes Jahr nicht mit ihrer Schlittschuhlauf-Tradition brechen...

Zum Schluss möchten wir Sie noch auf unsere von Tim Kost „runderneuerte“ (jetzt mit neuem Serviceteil) und liebevoll gepflegte Homepage www.Judo-in-Leonberg.de hinweisen. Dort finden Sie stets brandaktuell die neuesten Informationen und Termine rund um unser Vereinsleben.

Termin ist ein gutes Stichwort, denn der nächste Höhepunkt steht quasi vor der Tür. Am 13. Februar nehmen die Judokas der JG wie jedes Jahr am Pferdemarktumzug teil. Hier hoffen wir auf sehr zahlreiches Erscheinen – es ist jedes Jahr ein tolles Ereignis. Darüber hinaus ist am 12. Mai eine Altpapiersammlung geplant, zu der wir jede helfende Hand gebrauchen können!

Heiner Wollmann

Von Licht und Schatten


Liebe Leserinnen und Leser. Mit dem vorliegenden Artikel möchte ich über die Aktivitäten der Judokas seit dem Erscheinen des letzten Heftes berichten – auch, wenn im letzten Berichtszeitraum nicht nur Erfolge zu verzeichnen waren.

Im Februar nahmen wir wie jedes Jahr am Pferdemarktumzug der Leonberger Vereine teil. Trotz des wirklich schlechten Wetters haben es sich die Judokas der JG nicht nehmen lassen, neben dem Verein auch den Judosport zu präsentieren. Getreu unserem diesjährigen Motto „007 - Die Lizenz zum Werfen“ wurden auch während des Umzuges einige kleine Schaukämpfe ausgetragen. Dabei wurden die „Alten“ von unseren Nachwuchsjudokas auch mal zum Duell gebeten. Obwohl nicht so tolles Wetter war, hat es allen gefallen, und nächstes Jahr wird es wieder heißen: Dabei sein ist alles.

Der nächste wichtige Termin in unserem Kalender war der 3. März. An diesem Tag wurde durch den württembergischen Judoverband in Zusammenarbeit mit der JG ein Bezirkslehrgang für die Altersklassen U12 und U14 durchgeführt. Dieser Termin war von einer sehr beachtlichen Resonanz geprägt, denn mit ca. 90 Teilnehmern war die Halle zum Bersten gefüllt. Diese Anzahl an Teilnehmern hatten die Veranstalter nicht erwartet, aber am Ende des Lehrganges waren freudige, stolze und rechtschaffen müde Judokas zu sehen. Der Lehrgang kann als voller Erfolg für den WJV und nicht zuletzt auch für die JG Leonberg/Eltingen verbucht werden. Die Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage www.Judo-in-Leonberg.de. Am Sonntag, den 11. März, fanden die Bezirkseinzelmeisterschaften der männlichen U12 in Holzgerlingen statt. Die magische Zahl des Wettkampfs lautete acht, denn die besten acht Kämpfer jeder Gewichtsklasse qualifizierten sich für die nordwürttembergischen Einzelmeisterschaften. Für den TSV Eltingen gingen Benjamin Reith (-46 Kg), Björn Braun (-46 Kg), Tillmann Braun (-50 Kg) und Jonathan Beller (+50 Kg) an den Start. Die Bronzemedaille erkämpfte sich Benjamin Reith, der zum ersten Mal an einem Wettkampf teilnahm. Er gewann souverän seinen ersten Kampf durch einen vollen Punkt, musste sich dann einmal geschlagen geben und stand schließlich im kleinen Finale seinem Vereinskameraden Björn Braun gegenüber. Björn hatte ebenfalls je einmal gewonnen und einmal verloren. Der spannende Kampf dauerte über die gesamte Kampfzeit von drei Minuten an. Letztlich konnte sich Benjamin Reith durch eine höhere Wertung durchsetzen. Damit erreichte Björn Braun – wie sein Bruder Tillmann – den fünften Platz. Jonathan Beller kämpfte insgesamt dreimal und wurde ebenfalls Fünfter. Besonders spektakulär war sein zweiter Kampf. Immer wieder gelangen ihm kleine Wertungen mit seiner Spezialtechnik O-Soto-Gari. In der letzten Minute reichten diese Wertungen schließlich aus, um den Kampf vorzeitig für sich zu entscheiden. Somit haben alle Kämpfer des TSV Eltingen die Qualifikation zu den nordwürttembergischen Einzelmeisterschaften in Kirchberg.

Ein schönes Ereignis lässt sich von der Anfängergruppe berichten. Vor ein paar Wochen wurde in dieser Gruppe eine Gürtelprüfung abgenommen. Eine bestandene Gürtelprüfung und der Erhalt des nächst höheren Gürtels stellt für jeden Judoka ein wichtiges Ereignis in der Kämpferlaufbahn dar. Jeder neue Gürtel ist ein Zeugnis von fleißigem Training und so manchem vergossenen Schweißtropfen. Den 21 neuen Graduierten soll an dieser Stelle nochmals gratuliert werden. Übrigens muss auch unser Trainerteam sich ab und zu dieser Herausforderung stellen. So hat auch einer unserer Nachwuchstrainer, Maximilian Brackmann, seine Gürtelprüfung mit Bravur abgelegt. Dann sollte laut Terminplan das vom Jugendteam auf Grund von vielen Anfragen aus der Vergangenheit organisierte Schnuppertauchen am 28. April stattfinden. Doch leider bestand auf einmal seitens der Judoka kein Interesse mehr – trotz des sehr geringen Unkostenbeitrags. Somit musste die Veranstaltung gestrichen werden. Trotzdem Danke ans Jugendteam.

Am 12. Mai hat das Jugendteam (Corinna Hager und Johannes Spannagel) gleich noch mal zugeschlagen und ein wichtiges Ereignis organisiert. Die Rede ist von unserer diesjährigen Altpapiersammlung. 25 junge und alte Helfer haben sich dabei sehr rege engagiert. Mit der Unterstützung von einigen Leonberger/Eltinger Firmen und der Spedition Benzinger aus Friolzheim waren die fleißigen Sammler unterwegs und haben 40 Tonnen Altpapier und 2 Tonnen Kartonagen gesammelt. Leider waren dieses Mal nur 50% der Helfer gegenüber dem letzten Jahr zur Unterstützung bereit. Damit war bei vielen dieser Helfer der Einsatz etwas über das Normale hinausgegangen. An dieser Stelle möchte ich mich nicht nur bei den fleißigen Sammlern und Fahrern sowie den unterstützenden Firmen bedanken, sondern an alle Mitglieder und Eltern appellieren, bei unseren Gemeinschaftsprojekten tatkräftig mitzuhelfen. Mit dieser Anzahl an Helfern, so tatkräftig und ausdauernd sie auch waren, ist eine Sammlung dieser Größenordnung schlichtweg nicht zu bewerkstelligen, sodass wir einen Einsatz für 2008 kritisch überdenken werden. Der Spaß und auch der Erlös sichern unserer JG Leonberg/Eltingen und damit allen Judokas ein schönes und abwechslungsreiches Vereinsleben mit vielen Veranstaltungen auf und neben der Matte.

Zum Abschluss des Berichtes möchte ich noch ein paar informatorische Mitteilungen an Sie weitergeben. Es gibt eine schöne Verbesserung hinsichtlich der Optimierung der Trainingszeiten zu berichten. Nunmehr ist es ab sofort möglich auch am letzten Tag vor Ferien noch zu trainieren. Dies war in der Vergangenheit nicht so und hatte für einige Missstimmung gesorgt. Natürlich sind wir über die neue Situation sehr glücklich, und ich bin mir sicher, es wird  ein ansprechendes und kompetent geleitetes Training bis zur letzten Stunde geben. In den Ferien und an Feiertagen wird es auch weiterhin bis auf extra ausgeschriebene Veranstaltungen kein Training geben. Eine solche Veranstaltung – nämlich unser traditionelles Prüfungswochenende – soll am 30.06./01.07.2007 stattfinden. Dabei können Judokas aller Altersklassen erst ein gemeinsames Training absolvieren und bekommen nochmals von den Trainern die letzten wichtigen Tipps, bevor anschließend die Prüfung stattfindet. Ich kann es nur jedem empfehlen teilzunehmen, denn aus der Vergangenheit wissen wir, dass dieses Event immer eine lustige und sehr erfolgreiche (in Form von bestandenen Gürtelprüfungen) Veranstaltung war. Also nix wie hin!

Am 28. und 29. Juli veranstaltet der TSG Leonberg ein Junior-Camp für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. Dabei werden neben „Sportartbeschnuppern“, Fackelwanderung, Zeltübernachtung  diverse andere Spaßmöglichkeiten stattfinden. Die Mitglieder der JG sind natürlich als Teilnehmer (Unkostenbeitrag 25,- €) und als Helfer willkommen. Hierzu melden Sie sich bitte zum Beispiel unter www.tsg-leonberg.de oder direkt beim TSG an.

Alle wichtigen Ausschreibungen zu Lehrgängen, Wettkämpfen oder anderen Veranstaltungen sowie brandaktuelle Berichte zu den vergangenen Terminen finden Sie auf der bestens gepflegten und stets aktuellen Homepage www.Judo-in-Leonberg.de.

Heiner Wollmann