Stand: 23.10.2018

März 2002


Die Monate Oktober und November 2001 waren die Zeit der weiblichen U17-Judoka des TSV Eltingen. Es begann Mitte Okto¬ber bei den Nordwürttembergischen Mei¬sterschaften in Backnang. Nathalie Hoefling gewann in der Klasse bis 57 Kilogramm souverän ihres Kämpfe. Nadine Antic in der höheren Gewichisklasse bis 78 Kilogramm hatte nur eine Gegnerin, die ihr nicht gewachsen war. Eine Woche später traten beide in ihren Gewichtsklassen bei den Württembergischen Meisterschaften in Bietigheim wieder an. Nadine Antic gewann ihre beiden Kämpfe jeweils vorzeitig durch einen tiefen Schulterwurf nach 5 Sekunden. Nathalie Hoefling besiegte in ihrer Gewichtsklasse die ersten beiden Gegnerinnen vorzeitig. Im Endkampf musste sie über die volle Distanz von 4 Minuten kämpfen und siegte schließlich durch einen Haltegriff. Damit stellte der TSV Ehingen zwei Württembergische Meisterinnen bei den weiblichen U17-Judoka.

Drei Wochen später standen sie Süddeutschen Titelkämpfe in dieser Altersstufe in Tauberbischofsheim auf dem Programm. Hier kämpften insgesamt 140 Judoka aus den Bezirken Baden, Württemberg und Bayern. Nathalie Hoefling startete mit einem Sieg, verlor aber ihren nächsten Kampf. In der Trostrunde errang sie vier Siege nacheinander und entschied schließlich den Kampf um Rang 3 durch eine Innensichel für sich. Nadine Antic gewann ihren ersten Kampf, fiel aber unglücklich auf die im Vorjahr operierte Schulter. Nach einer Pause konnte sie aber ihren zweiten Kampf bestreiten, gewann und erkämpfte sich damit die Finalteilnahme. Dort führte sie mit drei Wertungen, bevor sie sich durch einen Haltegriff ihrer Gegnerin geschlagen geben musste. Mit den Plätzen zwei und drei hatten sich beide Judoka für die Deutschen Meisterchaften qualifiziert.

Diese Erfolge fanden auch ihren entsprechenden Niederschlag in der lokalen Presse durch die Berichte von Tanja Charrier, einer früheren Trainerin der TSV-Judoka, die regelmäßig Kampfberichte über die U17-Veranstaltungen geschrieben hat.

Judo-Frauenteam
Um die Einzelerfolge in einer Mannschaft weiterzuführen ist geplant, dass der TSV Eltingen in diesem Jahr erstmals ein Frauenteam für die Landesliga meldet. Neben Nathalie Hoefling, Anne Valet, Victoria Wild, Nadine Antic und Maike Kost, die bisher ausschließlich für den TSV kämpften bzw. seit einigen Jahren für den TSV kämpfen, wird als einzige Fremdstarterin Bianca Schuhmeyer vom JV Nürtingen die Mannschaft komplettieren.

Dojo
Damit bei den Mädchen und Jungen in den niedrigeren Altersstufen weitere erfolgreiche Judoka hervorgebracht werden können, sind natürlich auch die entsprechenden Trainingsmöglichkeiten erforderlich. Insbesondere fehlte bisher ein Trainingsraum, der permanent über die ganze Woche ausschließlich für Judotraining zur Verfügung steht, so wie dies bei Judoabteilungen großer Vereine, wie z.B. VfL Sindelfingen oder 8V Böblingen, seit Jahren der Fall ist. Doch ab Januar 2002 ist es soweit, der Judoabteilung des TSV Eltingen steht ein solcher Raum über die ganze Woche für Trainingszwecke zur Verfügung. Geplant ist, neben den bestehenden Trainingsaktivitäten in der Georgiihalle ein spezielles Kampftraining für die verschiedenen Altersstufen im neuen Dojo (Judobegriff für Zuhause und Heim) durchzuführen. Die ersten Trainingsstunden den dort fanden nach der Vorstellung Dojo beim Neujahrsempfang für die Mitglieder und.Judoka am 23. Januar statt.

Hartwig Seitz

Juli 2002


Hallensituation
Im Januar hatte die Judoabteilung nach jahrelanger Suche einen permanent zur Verfügung stehenden Trainingsraum (Dojo) für ein intensives Kampftraining der verschiedenen Altersstufen gefunden und offiziell eingeweiht, was einen wesentlichen Fortschritt im Trainingsbetrieb der Abteilung darstellt. Diesem hart erkämpften Erfolg folgte kurze Zeit später eine Hiobsbotschaft, die den Trainingsbetrieb der Judoabteilung sehr in Mitleidenschaft zieht, nämlich die nach den Sommerferien geplante Schließung der Georgiihalle wegen dringender Sanierungsarbeiten.

Direkt nach Bekanntwerden der Schließung wurden Frau WürI als Vorsitzende und Roman Baur als Sportwart aktiv und versuchten in Gesprächen mit Gemeinderäten, dem Leiter des Sportamtes und in einem direkten Gespräch mit dem OB eine schnelle Lösung für die Judoabteilung zu finden. Aber akzeptable Ersatzräume für den normalen Trainingsbetrieb sind bisher trotz allem noch nicht gefunden. Die Suche geht unvermindert weiter.


Sportliche Aktivitäten
In den Monaten Januar bis Mai fanden in den verschiedenen Altersstufen Einzel- bzw. Mannschaftsmeisterschaften für den Bezirk, für Nordwürttemberg und für Württemberg statt. Hier konnten einige Platzierungen erzielt werden.

Anfang April nahmen 8 Judoka aus verschiedenen Altersstufen an einem Turnier in St. Gallen in der Schweiz teil. Da das Turnier sonntags stattfand, wurde am Samstag ein Zwischenstopp im Europa Park Rust eingelegt und einige Attraktionen ausprobiert. Übernachtet wurde in St. Gallen in einer Sportschule, in der auch das Judoturnier stattfand. Die Fahrt wurde mit einem von Mercedes kostenlos bereitgestellten Vito-Kleinbus gemacht, der über Herrn Erne der Judoabteilung für 5 Fahrten in diesem Jahr zur Verfügung steht. Damit konnten die Kosten für die Teilnehmer in einem angemessenen Rahmen gehalten werden.

Organisatorisches
Auf der Jahresmitgliederversammlung Anfang März ergab sich eine Änderung in der Besetzung des Vorstand. Frau Fritz kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr als Stellvertreterin der Vorsitzenden Frau Würl, wird die Judoabteilung aber weiterhin unterstützen. An ihrer Stelle wurde Frau Dr. Speidel als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Die anderen Mitglieder wurden bestätigt.

Termine
Höhepunkt des Halbjahres aus Sicht der Judoabteilung ist am 6. Juli 2002 das Landesligaturnier mit dem Frauenteam des TSV Eltingen in der Steigerwaldhalle in Warmhronn. Die Judoabteilung wird sich als Veranstalter ins Zeug legen, um ein attraktives und lukratives Turnier zu veranstalten.

Das traditionelle Sommerfest der Judoabteilung findet diese Jahr am Freitag, dem 19. Juli 2002, an der Käppelhütte in Gebersheim statt. Als Wochentag wurde dieses Mal statt Donnerstag der Freitag ausgewählt. Dies hat den Vorteil, dass die Kinder am nächsten Tag keine Schule haben und damit entspannter spielen und die Eltern entspannter feiern können. Wenn an diesem neuen Wochentag auch das Wetter noch mitspielt, dann steht einem schönen Fest nichts mehr im Wege.

Hartwig Steiz

Dezember 2002


Sportliches
Der Juli 2002 war für die Judoabteilung geprägt durch eine Reihe von Veranstaltungen, die den Einsatz aller Kräfte erforderte. Los ging es am 6. Juli mit einem Landesligaturnier in der Steigerwaldhalle in Warmbronn, an dem das neuformierte Frauenteam des TSV Eltingen teilnahm. Insgesamt traten 8 Teams an, die nach einem festgelegten Modus gegeneinander kämpften. Das TSV-Team gewann 3 von 4 Kämpfen und wurde Sieger dieses Turniers. Mit zu diesem Erfolg trug auch die prächtige Kulisse an Zuschauern und die lautstarke Unterstützung durch die Fans bei. Nach Abschluss aller Turniere erreichte der TSV Ehingen den 2. Platz in der Tabelle, was im ersten Jahr der Teilnahme ein toller Erfolg ist.

Der nächste Termin war das traditionelle Sommerfest am 19. Juli. Dass das Fest dieses Mal auf einen Freitag verlegt wurde, war ein Glücksfall, denn das Wetter hatte sich gegenüber dem Vortag doch eher gebessert und somit konnten die Kinder und Eltern einen schönen, entspannen und auch leicht sommerlichen Abend genießen, Den Abschluss der Juli-Veranstaltungen bildete das Vielseitigkeitsturnier des TSV EItingen am 20./ 21. Juli in Höfingen. Aufgrund der vielen Anmeldungen und verschiedenen Altersgruppen wurde das Turnieer auf 2 Tage verteilt. Samstags waren sgesamt 39 Judokas der Altersklasse 1 und die höheren Gurtgrade U13 am Start. Sonntags nahmen über 60 Teilnehmer der unteren und mittleren Gurtgrade Altersstufe U13 teil. Die Wettkampfform besteht aus 7 verschiedenen Stationen, in denen außer Judo (2 Stationen mit Randori und Judotechniken) auch turnerische Fähigkeiten (Rolle rückwärts/vorwärts und Dehnübungen) überprüft werden. Weiterhin wird die Schnelligkeit und Wendigkeit der Teilnehmer in Form eines Parcours mit Uberspringen und Unterqueren von Turnkästen geprüft sowie die Kraft und Ausdauer beim Seilklettern. Für jede Disziplin gibt es Punkte, die am Ende zu einer Gesamtpunktzahl addiert werden. Es wurden jeweils 4 Teilnehmer in eine Gruppe eingeteilt, Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde mit der erreichten Punktzahl. Diese Turnierform wurde vom TSV Eltingen bereits zum zweiten Mal als WJV-Turnier durchgeführt und war auch dieses Mal wieder ein voller Erfolg, was nicht zuletzt die Teilnehmerzahlen beweisen.

Nach der Sommerpause haben jetzt wieder die ersten Wettkämpfe in den verschiedenen Altersstufen begonnen, insbesondere die Bezirkseinzelmeisterschaften der Altersstufen U15, bei denen sich einige Judokas des TSV für die Nord-württembergischen Meisterschaften qualifiziert haben.

Vermischtes
Die Hallensituation ist für die Judoabteilung leider noch nicht geklärt. Es finden Gespräche mit der Stadtverwaltung, mit externen Anbietern und innerhalb des Gesamtvereins statt, um zu gewährleisten, dass die Judoabteilung auch ab dem Jahr 2003 ausreichende und akzeptable Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung hat, um den Trainingsbetrieb im bisherigen Umfang aufrecht erhalten zu können. Von dieser ungeklärten Situation ausgenommen ist das Dojo, dessen Nutzung für das Intensivtraining sich bei den verschiedenen Wettkämpfen bereits auszuzahlen beginnt.

Hartwig Steiz